Die German Carbon Group (GCG) ist eine Plattform für innovative deutsche Firmen rund um das Thema Radsport. Die angegliederten Hersteller sind Firmen, die auf außergewöhnlich leistungsfähige Produkte aus kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen (Carbon) verweisen können und durch den Zusammenschluss ihr Know-How bündeln.

Faserverbundwerkstoffe bieten aufgrund ihrer außergewöhnlichen mechanischen Eigenschaften ein hohes Leichtbaupotenzial. Carbon ist ein Werkstoff der angepasste Konstruktionen und Prozesse erfordert. Nur mit werkstoffgerechter Konstruktion und neuen, innovativen Konzepten können die Möglichkeiten des Materials optimal ausgeschöpft werden.

Innovation und Kreativität war schon immer eine besondere Stärke kleinerer Hersteller. Sie verfügen oft über clevere Ingenieure, die abseits von Massenproduktionen herausragende Kleinserien-Produkte erschaffen. Allerdings ist es für kleine Firmen heute nicht leicht, von den Verbrauchern wahrgenommen zu werden. Die Budgets für Forschung und Entwicklung sind häufig knapp bemessen, aber immer noch größer als die für Messestände und Hochglanzprospekte.

Die German Carbon Group ermöglicht kleinen, exklusiven Firmen ein gemeinsames Marketing. Die gemeinsamen Messeauftritte, das gemeinsame Internetportal und Anzeigen in Fachmagazinen werden mit dem Ziel verfolgt, einen größeren Personenkreis zu erreichen.

 

Faserverbundwerkstoffe weisen im Vergleich zu metallischen Werkstoffen, wie Aluminium, Stahl oder Titan deutlich andere Eigenschaften auf. Ein wesentlicher Unterschied zu Metallen besteht in der Richtungsabhängigkeit der Werkstoffeigenschaften, der sogenannten Anisotropie. Einerseits kann diese Anisotropie bei der Konstruktion ausgenutzt werden und erlaubt damit die gezielte Optimierung der Werkstoffeigenschaften, andererseits birgt das richtungsabhängige Verhalten aber auch große Gefahren.

Immer wieder wird von plötzlich versagenden Bauteilen berichtet. Zurückzuführen ist dies oft auf mangelnde Kenntnisse im Umgang mit Faserverbundwerkstoffen. Nicht selten werden die Geometrien und Ausführungen von metallischen Konstruktionen aus wirtschaftlichen Gründen und ohne Berücksichtigung des unterschiedlichen Werkstoffverhaltens übernommen. Die German Carbon Group sieht die derzeitige Entwicklung des Marktes mit Sorge. Carbon ist das Hip-Thema Nummer Eins auf allen Fachmessen. Alles muss plötzlich aus Carbon, superleicht und trotzdem preisgünstig sein. "Leicht und billig" war schon bei Aluminium keine gute Kombination und ist dies noch weniger beim sensiblen Werkstoff Carbon.

Es geht allerdings auch anders: Geringerer Materialeinsatz kann in Verbindung mit belastungsgerechter Konstruktion zu leistungsfähigeren Bauteilen führen. Als Beispiele kann man die Produkte von Schmolke, die Carbon-Maßrahmen von SPIN oder die Carbon-Gabeln von THM anführen. Trotz geringem Gewicht haben sie extreme Belastungstests mit Bravour überstanden und stellen in der jeweiligen Kategorie das Referenz-Bauteil. So kann man eben auch konstruieren! Gefährlich wird Leichtbau, wenn dieser auf die Verringerung von Wandstärken reduziert wird.

Faserverbundwerkstoffe, insbesondere Carbon können übrigens deutlich mehr als nur „leicht“ sein. Diese Werkstoffgruppe erlaubt ebenfalls, Bauteile mit nahezu beliebig komplexer Form und attraktiven funktionellen Eigenschaften herzustellen, die sich mit metallischen Werkstoffen nicht realisieren lassen.

Die Produkte der Mitglieder der German Carbon Group stehen für belastungsgerecht konstruierte, getestete und damit zuverlässige Bauteile „Engineered and made in Germany“. Sie haben ihren Preis, doch sie erfüllen ihren Zweck perfekt und bringen Sie nicht in Gefahr.

 
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